On the Sofa with: Lukas Droese

On the Sofa with: Lukas Droese

Lukas, du bist ja schon ein bisschen länger bei uns angemeldet. Erzähl doch mal, was du bisher mit SofaConcerts erlebt hast.

Ich habe mich tatsächlich 2014 schon angemeldet, also direkt zum Start eures Babys wenn ich mich recht erinnere. Ich habe sonst solche Plattformen noch gar nicht benutzt. Von daher wusste ich am Anfang eigentlich gar nicht, wie das so funktioniert. Was mach ich denn da jetzt? Also habe ich erstmal gar nichts gemacht. Ein Profilfoto hochgeladen und das war es dann. Daraufhin habe ich glaube ich auch nur ein oder zwei Anfragen bekommen.   

Irgendwann habe ich dann gedacht: Mensch, da musst du doch ein bisschen was draus machen können. Also habe ich das Profil einmal komplett neu gemacht und richtig aufgehübscht. Mit neuen Songs von mir, einem neuen Profilbild und einer komplett neuen Beschreibung. Und auf einmal lief es dann richtig gut für mich. Und das obwohl ich aktiv gar nichts gemacht habe. Ich habe keine Gastgeber angeschrieben oder so, sondern die sind von sich aus auf mich zugekommen. Ich habe mich dann aber als Pro-Mitglied angemeldet, einfach damit man ein bisschen sichtbarer ist auf der Plattform. Aber das finde ich für den geringen Preis im Jahr vollkommen total cool. Es bringt einem selbst ja auch echt viel.   

                                               

Also meine Erfahrungen mit SofaConcerts sind total positiv. Die Abwicklung lief immer ganz entspannt, die Zahlung war pünktlich, was auch immer ´ne schöne Sache ist (lacht). Und es ist halt sehr persönlich. Dadurch, dass wir auch in der gleichen Stadt unsere Basis haben, habe ich mich auch schon öfter mal mit den beiden Gründerinnen getroffen. Und wenn man sich kennt, dann bekommt man halt auch von Unternehmensseite mal ein paar Anfragen. Also sowas wie ‚Schau mal hier, wir haben eine tolle Aktion, magst du da nicht spielen?‘ oder ‚Ein nettes Mädel aus Hamburg sucht noch wen für ihr Konzert…‘

Es ist eben nicht nur eine Plattform, sondern man hat das Gefühl, dass da Leute dabei sind, die einfach darauf Bock haben, was sie tun, die sich auch um den Gastgeber toll kümmern und einfach dahinterstehen. Das ist cool, weil man sich als Künstler auch betreut fühlt und man auch weiß, wofür man die Vermittlungsprovison überhaupt abgibt. Das fühlt sich einfach sehr familiär an und ist nicht nur so eine Plattform-User Geschichte.

Und dann ging es mit der Karriere steil nach oben?

Es ist zumindest dabei. Ich habe in den letzten Monaten beispielsweise für Johannes Oerding während seiner Sommer-Tour drei Mal Support spielen dürfen. Und für Stefan Gwildis durfte ich auch den Support machen. Das war einfach Wahnsinn. Am 09.09. ist dann meine neue Single ‚Wir sind da‘ rausgekommen, nächstes Jahr soll dann das Album kommen und im Oktober gehe ich mit meiner Band auf Tour. Gerade ist also sehr viel zu tun.

Über SofaConcerts kommt auch wieder eine Menge rein. Über die Sofakonzerte lernt man sehr nette neue Leute kennen. Und es ist dann eben auch eine super enge Fanbindung, die man aufbaut. Man hat direktes Feedback und die Konzerte sind jedes Mal komplett unterschiedlich. Aber das macht es ja auch aus: Man weiß nie genau, was man vorfindet. Es sind immer andere Leute da, mal sind sie total locker, mal ein wenig zurückhaltender… Aber diese Mischung macht es gerade aus. Wenn ich in den Club fahre und Musik mache, dann weiß ich ungefähr, was mich erwartet. Dann habe ich meine Anlage da, mein Setting da, vielleicht ist meine Band dabei. Aber man weiß nicht, ob die Leute Bock haben oder nicht. Manchmal muss man sich total anstrengen, um die Leute zu kriegen. Das ist das schöne bei SofaConcerts: Die Gäste haben immer Bock. Die sind einfach auch sehr dankbar dafür, dass man da ist. Und das ist toll. Es ist immer abwechslungsreich und immer eine schöne Erfahrung.

Wie war das denn für dich bei dem Support, wenn du plötzlich vor ein paar tausend Leuten stehst und deine Musik spielst?

Tatsächlich war es am Anfang irgendwie gar nicht so anders. Es wurde einem die Nervosität sehr genommen, da das ganze Team total entspannt war. Die waren super lieb und haben uns viel geholfen. Und die Leute hatten Bock. Es war sehr, sehr cool. Die Leute fanden es geil. Die haben total mitgemacht. Ein super Gefühl einfach.

Deine neue Single heißt ‚Wir sind da‘. Wo seid ihr denn?

Ich bin wieder da. So muss man es quasi sagen. Ich mag Songs, die ein Wir-Gefühl haben. Eher selten schreibe ich Songs, die Ich-bezogen sind. Ich mag es einfach, das Wir-Gefühl zu haben. Sei es beim Konzert oder einfach auch nur mit Leuten unterwegs zu sein. Deswegen schreibe ich gerne Songs aus der Wir-Perspektive. Also Songs, die im gesamten irgendwas Größeres haben.        

Der Song selber geht um eine Reise, also darum, dass man sich manchmal auch ein bisschen verläuft, aber immer jemand da ist, der einem hilft und einen dahin begleitet, wo man hin muss. Darum geht es eigentlich in ‚Wir sind da‘. Ich habe einfach das Gefühl, dass Musik machen eine ständige Suche ist. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich gerade an einem Punkt bin, an dem ich sage: Damit bin ich sehr zufrieden, so wie es jetzt ist. Ich bin ein wenig angekommen. Ich glaube aber, dass man immer unterwegs ist, aber dass man sich Zwischenziele setzen kann, an denen man ankommen kann.

Dein neues Album kommt auch bald…

Bald, ja. Bald ist in der Musikbranche ja eine relativ große Spanne. Aber im nächsten Jahr ist es eingeplant. Ich sage mal so April, Mai wird es wohl so weit sein. Ich arbeite gerade im Studio mit meinem Produzenten daran. ‚Wir sind da‘ ist jetzt quasi einfach der Vorgeschmack, wie das Ganze so klingt.

Wenn du dir jemanden wünschen könntest, der dir ein Geburtstagsständchen singt, wer wäre das?

John Mayer. Ich war immer ein riesiger Fan von ihm, bestimmt schon seitdem ich 16 oder 17 bin. Großartiger Songwriter aber auch ein mega Gitarrist. Also wenn der mir ein Ständchen singen würde, da würde ich nicht nein sagen.

Was ist die Songzeile, die dich am meisten inspiriert hat?

Lass mich kurz überlegen. Ganz generell sind es immer wieder Songs, die ich nicht bewusst höre, aber dann doch merke: Boah, das löst total was in mir aus. Und ich merke, dass ich mich dann selber sofort hinsetzen möchte und einen Song schreiben will.

Spaceman Spiff zum Beispiel, ein Singer/ Songwriter aus Würzburg, der hatte mal einen Song namens ‚Wände‘. Eine Zeile ging: ‚Mein Mut baut sich ein Fahrrad aus Zweifeln und fährt darauf davon.‘ Die finde ich ziemlich schön. Ich finde seine Sachen generell ziemlich schön. Aber das berührt mich. Ich könnte zwar nie solche Songs selber schreiben, aber ich höre sie und merke, das löst etwas in mir aus.

Zum Abschluss: Was würdest du den Künstlern auf SofaConcerts raten? Oder auch denen, die es noch werden wollen?

Einfach anmelden. Man hat rein gar nichts zu verlieren. Im Zweifel präsentiert man sich erstmal einfach gut. Es ist einfach eine schöne, familiäre Plattform, bei der man als Künstler nicht alleine gelassen wird. Auf der man mit eingebunden wird. Und mit der man als Künstler auch selber wachsen kann.

Und eins noch: Wenn man merkt, dass man neue Sachen hat, dann sollte man sein Profil auch updaten. Also das Profil immer ansprechend gestalten, es aktuell machen und dann sehen dich die Leute auch.